
Unterricht - SEK. II Seminar „Argumentieren gegen rechte Parolen“ der Konrad-Adenauer-Stiftung Am Dienstag, den 26.01.2010, fanden sich viele Schüler der Jahrgangsstufe 10 anstatt in ihren Klassenräumen in einem Gruppenraum des Sportinternates ein, um gemeinsam an dem Seminar „Argumentieren gegen rechte Parolen“ teilzunehmen.
Um 8 Uhr trafen dann sowohl die Seminarleiterin als auch der Dozent ein. Nach kurzer technischer Vorbereitung stellte der Dozent das komplexe Thema vor und machte uns Schülern klar, was uns am heutigen Tag erwarten würde.
Zunächst begannen wir Schüler mit einer Debatte um den allgemeinen Umgang mit dem Thema rechtsextremistische Parolen und Ausländerfeindlichkeit, denn niemand wusste genau, wie er sich nun artikulieren solle.
Diese Unentschlossenheit wurde uns jedoch schnell genommen, denn wir merkten schnell, wie locker und aufgeschlossen der Dozent dem Thema gegenüber war und dies ohne an nötiger Fachkompetenz zu verlieren.
Anhand des Skripts, welches wir zu Beginn erhalten hatten, konnten wir gut nachverfolgen, an welcher Stelle des Seminares wir uns befanden.
Als Erstes beschäftigten wir uns mit Killerphrasen an Stammtischen und Möglichkeiten, diese durch gezielte Gegenargumente zu entschärfen.
Des Weiteren beschäftigten wir uns mit dem strukturierten Aufbau von Argumentationen gegen Rechts.
Doch es soll nicht so klingen, als ob wir Schüler wie eh und je dazu verdonnert wurden Aufsätze, Analysen und Argumentationen zu schreiben. Falsch. Das Hauptaugenmerk lag auf Diskussionen und Erklärungen, bei denen jeder sich und seine eigene Meinung einbringen konnte. Es wurde über persönliche Erfahrungen und den Kontakt mit Rechtsextremen und Ausländerfeindlichkeit gesprochen. Vor allem aber gefiel uns Schülern die Einstellung des Dozenten, der es auch manchmal wagte, die Klischees mancher Leute in Worte zu packen und uns mitzuteilen. Natürlich folgte zunächst ein leises Gelächter in der Klasse, doch im Nachhinein wurde mir eines klar: Trotz aller Ernsthaftigkeit muss man sich trauen, Probleme und Missstände auszusprechen, denn wenn man es nicht tut, werden die Probleme nur aufgeschoben nicht aufgehoben. Und das ist, was uns vermittelt wurde: Argumentiere lieber, anstatt alles so zu akzeptieren, wie es ist. Alles in allem war es ein sehr informativer Tag. Abschließend vor allem ein großes Dankeschön an die Seminarleiterin und den Dozenten! (Tim Lemacher, 10e)
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